Ausstellung: Ospidal Scuol

 


Deutsch


Es kreucht und krabbelt

Es kichert und kracht

Es kuckt und es kratzt sich

Wenn es wird Nacht


Es fleucht und es flattert

Es flucht auch vielleicht


Es turtelt und tanzt

Es trottelt und techtelt


Es mechtelt und mockt

Vielleicht mäkelt es auch


Doch hört es!

Es meckert leise und laut

Und muht doch gar


Es zaudert und zeigt

mit dem Auge, der Kralle, dem Speer


das heimliche Leben des Ospidal, es ist erwacht!


                                                   Melitta Breznik     

Romanisch


I giascha e struozcha
I sfrigna e scruoscha

I cucca ed i’s sgratta

sül far not


I sventulescha e sgualatta

e forsa chi blastemma perfin

I va marusond e ballond
I va trottond, tscherchond

I marmuogna e bruncla
ed i po dar chi bruntulescha

Mo taidla!
I sbegla dascus e dadot
e müja da las jadas.

I sta ponderond e muossa
cul ögl, culla grifla, culla lantscha


la vita calma da l’ospidal, l’es sdasdada!


                                tradüt dad Andri Gritti





Das künstlerische Schaffen des in Scuol ansässigen Alesch Vital ist  sehr vielfältig. Alteisen verwandelt der Eisenplastiker in Kultureisen, als Fotograf interessieren ihn naturbelastende menschliche Aktivitäten, als Politik-Aktivist wie als Industrie-Designer befasst er sich kritisch mit dem (Um-) Weltgeschehen und auch als Capriculturist und Agrartist setzt er Akzente. Den verschiedenen Tätigkeiten ist Eines gemeinsam: Sie wollen aufrütteln und zum Denken anregen. Aus Liebe zur Schöpfung  exponiert sich der Künstler, provoziert er. Er darf daher sehr wohl als wohlmeinender StörenFRIED bezeichnet werden, als einer, der uns aus unserer Wohlstands-Lethargie wecken will. Er verdient hierfür Dankbarkeit und Anerkennung.


Die vom 23. Juni bis 28. Oktober 2017 dauernde Ausstellung in den Räumen und Korridoren des Spitals und im Garten bedeutet für Alesch Vital Jubiläumsausstellung; im Oktober wird er 75-jährig.

Die Ausstellung ist täglich zugänglich von 9 bis 18 Uhr.